Schulsozialarbeiter sichern Schulerfolg an 207 Schulen in Sachsen-Anhalt

27.07.2011 – Bis 2013 soll die Zahl der Schulabbrecher in Sachsen-Anhalt auf 8,6 Prozent gesenkt werden. Das Programm „Schulerfolg sichern“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, des Ministeriums für Gesundheit und Soziales und des Kultusministeriums begleitet seit 2008 diesen Prozess. Gestern zogen die Programmverantwortlichen eine Zwischenbilanz: Immer mehr Schülerinnen und Schüler können sich bei Problemen an Schulsozialarbeiter wenden, trotzdem verlassen noch immer zu viele die Schule ohne einen Abschluss.

In den letzten Jahren hat das Programm ein Netzwerk aus Schulsozialarbeitern aufgebaut, bietet Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen in regionalen Netzwerkstellen an. „Schulsozialarbeiter können Angebote machen, die zum Lernen reizen und den Schülern eine realistische Zukunftsperspektive vermitteln", sagte Sylvia Ruge, Leiterin der DKJS Regionalstelle Sachsen-Anhalt. Mittlerweile arbeiten in mehr als 200 Schulen in Sachsen-Anhalt Schulsozialarbeiter. Professor Thomas Olk von der Martin-Luther Universität in Halle, der das Programm wissenschaftlich begleitet, bestätigt: „Den Schulsozialarbeitern ist es gut gelungen, das Schulklima und die Lernergebnisse zu verbessern."

Trotzdem verlassen noch immer rund 12 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Sachsen-Anhalt die Schule ohne einen Abschluss. „Einen raschen Erfolg haben wir nicht erwartet“, so Olk, „zunächst einmal musste das Programm ein Netz aus Schulsozialarbeitern etablieren. Die kümmern sich nun speziell um gefährdete Schülerinnen und Schüler.“ 13 Netzwerkstellen beraten Schulen, Jugendhilfe und Eltern und andere Akteure außerdem dabei, jedem Schüler einen Schulabschluss zu ermöglichen.

Auch Andrea Fellbaum, Leiterin der Sekundarschule «Freiherr Spiegel» in Halberstadt, sieht an ihrer Schule bereits erste Erfolge: „Eine unserer wichtigsten Aufgaben besteht darin, neben einem guten und kindergerechten Unterricht eine Schule zu gestalten, in der sich alle wohlfühlen können. Ein Schulsozialarbeiter nimmt dabei einen unverzichtbaren Stellenwert ein“.

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