Anschwung für mehr frühkindliche Förderung

31.01.12 – Auf breite Resonanz stoßen die Zukunftskonferenzen, die die DKJS seit November im Programm Anschwung für frühe Chancen Kommunen in ganz Deutschland anbietet, die ihre Angebote frühkindlicher Förderung ausbauen wollen. 25 haben bereits stattgefunden, 45 weitere sind bis Ende März geplant.
 

 

Konkrete Verabredungen für frühkindliche Bildung

Das Thema, mit dem sich die Annaberg-Buchholzer beschäftigten, lautete: Wie kann der Übergang von der Kindertagesstätte zur Grundschule für Kinder besser gelingen? Menschen unterschiedlicher Profession diskutierten am letzten Freitag einen ganzen Tag lang, wie Lösungen für ihre sächsische Kommune aussehen könnten. „Wir haben heute viel erreicht und hatten Zeit, mit Kollegen zu reden, die wir sonst nicht haben“, sagte Elke Schmiedgen von der Grundschule im Bildungszentrum Adam Ries. Ute Reinhold, Leiterin der Kindertagesstätte Pöhlbergzwerge: „Die Zukunftskonferenz war eine sehr konstruktive Sache, etwas Greifbares.“

Pädagogische Fachkräfte aus Kitas und Grundschulen, kommunal Verantwortliche und Vertreter anderer Bildungseinrichtungen nahmen teil. Eingeladen zur Zukunftskonferenz hatten das Anschwung-Team der DKJS und die Leiterin des Fachbereichs Soziales, Bildung und Sport der Stadt Annaberg-Buchholz, Christina Linke.

Wie sieht eine kinderfreundliche Kommune aus?

Gemeinsam erarbeiteten die Konferenzteilnehmer Ziele für eine kinderfreundliche Kommune: „Eine gute Kommunikation und Kooperation zwischen Kita, Schule und Hort ist wichtig, damit die Übergänge für die Kinder leichter werden ... Es sollte ein verpflichtendes, kostenloses Vorschuljahr geben ... Die Eltern müssen stärker eingebunden werden ...“ waren wesentliche Aussagen auf der Zukunftskonferenz.

An diesen Zielen werden die Teilnehmer über einen Zeitraum von 12 bis 18 Monaten als lokale Initiative weiterarbeiten. Unterstützt werden sie dabei durch das Serviceprogramm Anschwung für frühe Chancen. Es bietet Pädagogen und Eltern Qualifikationen an, organisiert Hospitationsreisen und stellt den lokalen Initiativen Prozessbegleiter zur Seite.

Insgesamt 70 Zukunftskonferenzen

Aber nicht nur in dem Erzgebirgsstädtchen trifft Anschwung einen Nerv: In Greifswald entwickelten 70 Fachkräfte aus der Region Visionen, wie bessere Bildung ihrer jüngsten Einwohner konkret aussehen kann. In Schlüchtern bei Fulda spielte die Elternarbeit eine große Rolle, ebenso im westfälischen Soest. In Usingen machten sich die Arbeitsgruppen Gedanken, womit besonders benachteiligte Kinder gefördert werden können und wie man Senioren und Ehrenamtliche einbeziehen kann. Das Thema frühe Förderung bewegt viele und erzeugt lebhafte und produktive Diskussionen, das zeigen nicht nur die Ergebnisberichte der bisherigen 25 Veranstaltungen, sondern auch die große Nachfrage nach weiteren Zukunftskonferenzen aus der ganzen Republik.

Mehr Informationen zum Programm finden Sie auf www.anschwung.de

Foto: Jule Kühn/giografie

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