Change Story: Ute Evers-Meyer in Bad Bramstedt

Seit Ute Evers-Meyer im Sommer 2009 die Schüler- und Hausaufgabenbetreuung an der Grundschule am Storchennest ausgebaut hat, ist ihr Leben mächtig turbulent geworden. 72 Grundschüler kommen vor und nach dem Unterricht in das umgebaute Hausmeisterhaus, um zu spielen, zu erzählen, sich vorlesen zu lassen und zu essen. Danach werden in einem ruhigen Klassenzimmer die Schularbeiten gemacht. „Wir sind nach unserer Eröffnung geradezu von den Eltern überrannt worden“, sagt Ute Evers-Meyer.

Die positive Stimmung ist geblieben – und hat inzwischen auch das Lehrer-Kollegium erfasst. Hatten die Betreuerinnen anfangs ab und zu noch das Gefühl, „dass sich manche Lehrerin von einer `normalen´ Mutter nicht sagen lassen wollte“, fühlen sie sich inzwischen sehr gewertschätzt und respektiert. Das Gleiche gilt für den Schulsozialarbeiter, der noch an drei weiteren Grundschulen arbeitet. Mit ihm trifft sich das 10-köpfige Betreuerteam alle sechs Wochen zum kollegialen Coaching und Ideenaustausch. 

Außerdem bildet sich Ute Evers-Meyer regelmäßig in Seminaren der Serviceagentur und der Volkshochschule weiter. „`Gesprächsführung mit Eltern´, `Rechte und Pflichten pädagogischer Mitarbeiter´, `Wie reagiere ich in schwierigen Situationen?´ und mehrere Workshops zur Hausaufgabenbetreuung“, zählt die gelernte Bankkauffrau Ute Evers-Meyer die Fortbildungen der vergangenen Monate auf. Dazu kommen Recherchen im Internet, zum Beispiel, wenn bei einem Kind eine Störung oder Krankheit diagnostiziert wurde. 


Dass dadurch auch mal mehr als die vereinbarten 13,5 Stunden zusammen kommen, stört sie nicht. „Es macht mir wirklich Freude und das ist für mich das Entscheidende“, sagt Ute Evers-Meyer. Die nächsten Schritte sind daher bereits in Planung: Es soll einen Elternabend geben und einen regelmäßigen Betreuerinnen-Stammtisch. Thema dort wird dann sicherlich auch die Ferienbetreuung sein, die die Eltern sich so dringend wünschen. Die Betreuerinnen, die selbst zwei und drei Kinder haben, können das gut verstehen. „Im Moment gibt es dafür aber noch keine Lösung.“

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