Kommunales Bildungsmonitoring "Indikator des Monats": Nutzung von Bibliotheken

Neben institutionalisierten Bildungseinrichtungen bieten nicht-formalisierte
Bildungsprozesse die Möglichkeit sich auf individueller Ebene Kompetenzen und Fähigkeiten anzueignen. Auf Ebene der Kommune besteht eine Vielzahl von Einflussmöglichkeiten hinsichtlich des Aufbaus und der inhaltlichen Ausgestaltung
des Angebots.

Ein Indikator in diesem Bereich stellt die Ausstattung mit und die Nutzung von Bibliotheken dar. Diese sind zentrale und traditionelle Elemente selbstbestimmter und selbstorganisierter Bildung.

In Leipzig bestehen zahlreiche wissenschaftliche und öffentliche Bibliotheken mit verschiedenen Zielgruppen. Die Leipziger Städtischen Bibliotheken (LSB) haben einen breit angelegten Bildungsauftrag und sollen die Bevölkerung wohnortnah versorgen. Dies geschieht durch die dezentrale Struktur mit 15 festen Standorten und 16 Haltepunkten der Fahrbibliothek. Zusätzlich stellen Leseförderung und die Förderung von Medienkompetenzen einen weiteren Kernauftrag dar.

Als Maßzahlen für den Stellenwert und die Zugänglichkeit können die Ausgaben der Kommune für öffentliche Bibliotheken pro Einwohner und die Anzahl und Verteilung der Bibliotheken im Stadtraum dienen. Weitere Schlüsse über die Zugänglichkeit
lassen sich aus der Anzahl der bereitgestellten Medien pro Einwohner ziehen.

Über die Bildungsteilnahme und die Effizienz der Bibliotheken können durch die
Anzahl der entliehenen Medien pro Einwohner, die Anzahl der aktiven Nutzer,
der Besuche und der Entleihungen Aussagen getroffen werden. Aufgeschlüsselt nach
Altersmerkmalen und Standorten sind hier differenzierte Aussagen möglich. Im Jahr 2010 nahmen knapp 7% (34.843) der Leipziger Bürger die Angebote der LSB wahr,
davon war ein Fünftel unter 12 Jahren. Bei 838.000 Besuchen wurden 3,59 Mio. Entleihungen vorgenommen. Dies entspricht 103 Entleihungen pro aktivem Benutzer.

Feedback:
Social Networks:FacebookTwittergoogle.comMister Wong