Bildungslandschaft Köln Altstadt Nord – Türen öffnen für bedeutungsvolles Lernen

Aus der pädagogischen Forschung weiß man, dass leichtes und freudvolles Lernen eng damit zusammenhängt, wie gut, praktisch und angenehm die Räume sind, in denen der umfangreiche Stoff gelernt werden soll. Im Rahmen des Projektes Bildungslandschaft Altstadt Nord werden daher die ohnehin anstehenden Baumaßnahmen in den existierenden Bildungseinrichtungen gemeinsam gestaltet.

 

Im Herbst 2006 beschloss der Rat der Stadt Köln mit Unterstützung der Montag Stiftungen Urbane Räume und Jugend und Gesellschaft aus Bonn ein in Nordrhein-Westfalen einmaliges Modellprojekt – die Entstehung einer Bildungslandschaft rund um den Klingelpützpark.

Die konkrete Arbeit begann 2007 mit der Entwicklung von Kooperationsvereinbarungen zwischen der Stadt Köln und der Montag Stiftung. Im selben Jahr bildeten sich die Arbeitsgruppen „Bau“ und „Pädagogik“. Ein Schwerpunkt für die zukünftige bauliche Entwicklung lag in der Abschätzung von möglichen Raumbedarfen in den Einrichtungen, die über die Beschreibung derzeitiger und zukünftiger Aktivitäten formuliert wurden.


Im Spätherbst 2007 fand in Köln ein Partizipationsworkshop statt, auf dem über Möglichkeiten der Einbindung von Kindern und Jungendlichen in den Prozess nachgedacht wurde. Die Ideen, die von den Akteuren entwickelt wurden, konnten im Jahr 2008 umgesetzt werden.

Der damit begonnene Partizipationsprozess wurde im Februar 2008 mit der
1. Ideenkonferenz fortgesetzt, auf der Schüler, Eltern, Anwohner und Unternehmer aus dem Stadtteil Gelegenheit hatten, ihre Ideen in das Projekt einzubringen.
Von Februar bis Mai 2008 haben Architekten, Stadt- und Landschaftsplaner in einem Städtebaulichen Planungsworkshop daran gearbeitet, Orte für die Bildungslandschaft Altstadt Nord zu definieren und Stadträume zu entwerfen.
Eine internationale Jury entschied, dass der Entwurf der Architekten von feld72 und PlanSinn aus Wien die beste Basis für die weitere Entwicklung der Verbundeinrichtungen ist.

Unmittelbar nach Bekanntgabe des Juryergebnisses haben Anwohnerinnen und Anwohner des Parks deutlich gemacht, dass sie die im Entwurf vorgeschlagenen Eingriffe in den Park nicht mittragen wollen. Am 18. Dezember 2008 beschloss der Rat der Stadt Köln, einen Planungsbeirat einzurichten, der den Auftrag bekam, die Bezirksvertretung Innenstadt und die Fachausschüsse bei der Entwicklung des Rahmenplans zu beraten.

Im Februar 2009 stellte der Verbund auf der 2. Ideenkonferenz die bisher durchgeführten und in Zukunft gemeinsam geplanten Projekte vor.

Das Jahr 2009 stand unter dem Zeichen der gemeinsamen Aktivitäten und Projekte der Einrichtungen in der Bildungslandschaft Altstadt Nord. Im Jahr 2010 hat sich die pädagogische Zusammenarbeit weiter verfestigt. Zu Beginn des Jahres fand die Ideenkonferenz als "Jugendideenkonferenz" statt, auf der neue Projektideen vorgetragen wurden, von denen einige bereits realisiert sind
Im Jahr 2010 stehen außerdem die ersten baulichen Maßnahmen für Gebäude der Einrichtungen an.

Die Verwaltung der Stadt Köln hat eine Beschlussvorlage für die bauliche Realisierung der Bildungslandschaft Altstadt Nord erarbeitet. Nach den Beratungen in den Fachausschüssen wurde diese Vorlage vom städtischen Rat mit kleinen Änderungen am 14. September 2010 beschlossen.


In der nächsten Zeit kommt viel Arbeit auf die Einrichtungen der Bildungslandschaft Altstadt Nord zu. Konkret geht es um die verschiedenen Bauprozesse, die für jedes Verbundmitglied koordiniert werden müssen. Dabei wird ein Dialogprozess notwendig, der eine Menge Übung verlangt. 

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