Der erste Etappenspurt ist geschafft

04.10.2011/Aschersleben – Wie soll unsere Bildungslandschaft in 20 Jahren aussehen, damit sich die Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen verbessern? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Zukunftstages im Salzlandkreis, Modellkommune im Programm Lebenswelt Schule. Die Akteure arbeiteten gemeinsam an einer Vision – und überlegten, wie der Weg zur Umsetzung in den nächsten Jahren aussieht.

Die Vision schließt an die Herausforderungen im Salzlandkreis an: „Die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss ist noch zu hoch“, bilanziert Landrat Ulrich Gernster. Auch die Jugendlichen, die die Schule mit einem Abschlusszeugnis verlassen, haben Probleme, einen Ausbildungsplatz zu finden. Daran will der Salzlandkreis arbeiten: Die Schulen sollen sich selbst verwalten, damit sie ihre Angebote besser auf die Schülerinnen und Schüler zuschneiden können. Der Landkreis will die Eltern ermutigen, die Bildungslandschaft mit zu gestalten. Damit der Übergang zwischen Schule und Beruf gelingt, wollen die Akteure vor Ort die Berufs- und Studienorientierung noch gezielter gestalten.

Schulleiter, Eltern-, Schüler- und Auszubildendenvertreter, Vertreter aus Wirtschaft, Landkreis- und Kommunalverwaltung sowie der Agentur für Arbeit waren sich einig: „Gute Bildung braucht Kooperation, zwischen Schule, außerschulischen Partnern, der Kommune und dem Landkreis.“ Kooperation wiederum braucht Koordination. Im Salzlandkreis laufen die Fäden bei der Landkreisverwaltung zusammen. Sie ist verantwortlich für eine ausgewogene Angebotsstruktur, die Vernetzung und die Transparenz. Und sieermutigt weitere Kommunen im Kreis, eigene Konzepte zu entwickeln und sich vor Ort zu vernetzen.

Der Zukunftstag ist Teil der Transferstrategie im Programm Lebenswelt Schule der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und der Jacobs Foundation. „Wir wollen die Modellkommunen dabei unterstützen, die Konzepte und Strategien, die sie in den letzten vier Jahren erarbeitet haben, fest in ihrer Struktur zu verankern, weiterzuentwickeln  und auch andere Kommunen zu ermutigen, sich ebenfalls auf den Weg zur Bildungslandschaft zu machen“, fasst Marika Puskeppeleit, Programmleiterin bei der DKJS, das Ziel der Zukunftstage zusammen.

Der Salzlandkreis hat eine langfristige Vision erarbeitet, die erste Etappe ist geschafft. Die zweite ist auch schon in Sichtweite: Am 22. November veranstaltet der Landkreis die erste Bildungskonferenz. Dann wollen die Akteure vor Ort die Vision Schritt für Schritt in ein konkretes Konzept übersetzen.

Mehr zum Programm Lebenswelt Schule gibt es hier.
Weitere Informationen zum Salzlandkreis gibt es hier.

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