Kinderprogramm auf der Anschwung Konferenz "Kinder stärken - aber wie?"

"Es ist nie zu spät, ein Kind zu ermutigen"

24.03.2012/Hamburg - Gute Förderung von klein auf ist wichtig. Da sind sich alle einig. Doch wie gut werden Kinder betreut und gefördert? Welche Partner können helfen, bildungsbenachteiligte Kinder stärker zu unterstützen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Konferenz "Kinder stärken - aber wie? im Rahmen des Programms Anschwung für frühe Chancen. 

Zu diesen und anderen Fragen sprachen am Vormittag Dr. Josef Joffe (DIE ZEIT) mit Dr. Heike Kahl und dem Neurobiologen Prof. Gerald Hüther, der eine gute Nachricht hatte: "Wir alle sind hirntechnisch Kümmerversionen dessen, was möglich gewesen wäre. Aber: Es ist nie zu spät, ein Kind einzuladen und zu ermutigen oder zu inspirieren, sich für etwas zu interessieren und solche Programme sind dafür geeignet, so etwas zu erreichen. "

 


Zuvor begrüßten Dr. Heike Kahl (Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung), Detlef Scheele (Senator für Arbeit,  Soziales, Familie und Integration in Hamburg) und Lutz Stroppe (Leiter der Abteilung 5,Kinder und Jugend im Bundesfamilienministerium) die Gäste. Stroppe brachte die Ziele des Programms Anschwung auf den Punkt: "Im Programm Anschwung wollen wir ein Netzwerk schaffen, dass die Qualität voranbringt. Aber nicht von oben herab – mit einem fertigen Konzept –, sondern angepasst an die jeweilige Region, um zu sehen, was vor Ort möglich ist." Detlef Scheele wünscht sich für Hamburg, "dass Kinder nicht mehr von der sozialen Herkunft der Eltern abhängig sind." Sein Ziel heißt Chancen- und Teilhabegerechtigkeit.


Nach einer kurzen Mittagspause ging es in die Diskussionsrunden. Erzieherinnen und Erzieher, Eltern, Vertreter aus der Verwaltung, Praktikerinnen und Praktiker versetzten sich in die Perspektive des Kindes, sprachen über die Beziehung zwischen Eltern und Fachkräften und stellten sich die Frage, wer eigentlich Kinder erzieht.

 


"Anschwung für frühe Chancen: Aber wie?" lautete die Frage am Ende der Veranstaltung. Antworten, Impulse und Ideen dazu gaben Prof. Bernhard Kalicki (DJI), Felix Berth (Bildungsjournalist), Dr. Franziska Larrá (Geschäftsführerin Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten gGmbH) und Christoph Fay (BDA), der eine grundlegende Veränderung in der Gesellschaft wünscht: "Unsere Aufgabe ist es eigentlich nicht, für Kindergartenplätze zu sorgen. Das machen wir zusätzlich. Aber wir tun es, weil wir es als Notwendigkeit ansehen, unsere Mütter, unsere Frauen, unsere Mitarbeiterinnen bei ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen."

 

Und da sich auf dem Anschwung-Tag im Ehemaligen Hauptzollamt in Hamburg alles um die Kinder und ihre Chancen drehte, kamen auch sie auf ihre Kosten. Während die Großen debattierten, erlebten die Kleinen Burgfräulein Bö, bastelten bunte Puppen und lasen "Oh, wie schön ist Panama" mit Schauspielerin Saskia Fischer.

Weitere Eindrücke von der Veranstaltung, wie Interviews, Audio-Beiträge und Fotos, finden Sie in Kürze auf www.anschwung.de.


Infos zum Programm Anschwung für frühe Chancen finden Sie hier.


Fotos: Cathrin Queins

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