Neue Studie „Raum für Kinderspiel!“

Eine kinderfreundliche Stadtplanung und die Möglichkeiten zum selbstbestimmten Spielen wirken sich maßgeblich auf die Lebensqualität und Entwicklungschancen von Kindern aus. Das stellt die Kinderstudie „Raum für Kinderspiel!“ fest, die das Deutsche Kinderhilfswerk durchgeführt hat.


Die Untersuchung fand letztes Jahr in und mit fünf mittelgroßen Städten Baden-Württembergs statt. Besonders spannend ist, dass nicht nur 5000 Eltern befragt wurden, sondern über 100 Kindern als „Raumexperten“ ihr Wohnumfeld erkundet haben, ihre Spielorte zeigten und Verbesserungsideen formulieren konnten.

 

Interessante Ergebnisse gibt es schon jetzt, obwohl die Auswertung noch nicht abgeschlossen ist: So führe ein ungünstiges Wohnumfeld beispielsweise zu einer deutlichen Entwicklungsverzögerung. Während Kinder aus sehr kinderfreundlichen Stadtteilen täglich durchschnittlich fast zwei Stunden alleine ohne Aufsicht draußen spielen, verbringen Kinder unter sehr schlechten Bedingungen nur eine Viertelstunde damit. Im Vergleich zu Kindern aus sehr kinderfreundlichen Stadtteilen haben sie deshalb weniger soziale Erfahrungen mit Gleichaltrigen, einen deutlich höheren Medienkonsum und nutzen seltener organisierte Freizeit- und Sportangebote in ihrem Stadtteil.

Die Studienergebnisse werden am 08. Oktober 2014 auf der Fachtagung "Raum für Kinderspiel!" in Ludwigsburg vorgestellt.

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